Dienstag, 7. Dezember 2010

Die Suche nach dem Squirrel oder der Ausflug in den Dschungel...

Ich habe euch ja schon in einem der letzten Posts berichtet, dass Mr. Pink und ich uns in den Flitterwochen dann doch mal aufgerafft haben und Ausflüge gemacht haben.


Das Angebot war vielfältig, aber im Reiseführer wurde vor allem von West Bali Nationalpark geschwärmt, einer der wenigen Orte, an dem es noch Tierarten gibt, die sonst kaum noch zu finden sind. Einen Trip in den Jungle, endlich mal ein Abenteuer erleben. Das alles klang so aufregend, wir mussten einfach diesen Trip machen.



Also ging es morgens um 6:30 Uhr in den Dschungel... Ohne Frühstück, dafür mit 2 riesigen Flaschen Wasser im Gepäck. Um Kurz vor 7 parkte dann der Wagen und es ging los. Am Meer entlang, mitten durch die Mangroven... Unser Führer zeigte uns gigantische Krabben, die Löcher gruben, die auch von monströsen Ratten hätten stammen können.




An den Mangroven entlang



Der Guide erklärte uns die verschiedenen Pflanzen und gab uns dann eine Frucht in die Hand, die man nicht knacken konnte. Ein Squirrel würde es schaffen! Aber was zum Himmel war ein Squirrel, er zeigte in die Büsche. Ich suchte nach diesem seltsamen Tier. Aber ich sah nichts. Mr. Pink hatte auch keine Ahnung. Wow, das musste ja ein riesiges Tier sein, wenn es dieses Teil knacken konnte. Ob es wohl gefährlich war?

Aber ich kam nicht mehr dazu den Gedanken zu enden zu führen, denn es ging nun in den Dschungel.






Auf einem schmalen Trampelpfad über Baumwurzeln, durch Lianen und kleine Bachläufe. Und plötzlich kam mir der Gedanke, dass dieser Ausflug nicht eine meiner besten Ideen war. Bei über 30Grad im Schatten und dieser hohen Luftfeuchtigkeit war das alles doch anstrengender als erwartet. Hinzu kamen die Moskitos, die einen permanent jagten. Obwohl dieses R*ssmann Spray das Gröbste fern hielt.

Man hörte Vögel, Geckos, Affen und plötzlich auch Geplapper von anderen Menschen. Und das gefiel unserem Guide ganz und gar nicht, also änderte er kurzfristig die Route. Wir sollten schließlich echtes Jungle-Fever haben. Es ging einen 300Meter hohen Berg hoch. Die Aussicht sei ganz toll. War der verrückt geworden, ich kletterte doch nicht ernsthaft diesen Berg hoch. Ich wollte nur noch zum Wagen. Aber es gab kein Erbarmen und nach einer 3/4 Stunde standen wir endlich oben auf einer Lichtung. Die Aussicht war wunderschön, wir konnten die Nachbarinsel sehen und das Korallenriff, wo wir schnorcheln waren. Aber es war heiß, ich schwitzte und dieser Abgrund vor mir...




Der Blick in die Ferne vom Berg



Dieser Abgrund war weniger freundlich und ich wollte ihm ehrlich gesagt auf diesem rutschigen Boden auch nicht allzu nahe kommen.

Nach 10Minuten durften wir dann endlich wieder aus dieser brütenden Hitze, unser Führer wollte uns zu den seltenen schwarzen Affen führen. Nachdem wir uns auf den Rückweg gemacht hatten, hörte ich dann plötzlich "Uupss, Green Snake. Let's take another way..."

Ok, prima. ich wollte doch Dschungel-Abenteuer. Mr. Pink bekam nichts mit, manchmal kann Unwissenheit wirklich ein Vorteil sein ;-) Aber Schlangen gehören nun mal dazu...



Nach einem mehr als rutschigen Abstieg kamen wir endlich wieder unten am Fuße des Berges an. Und dort wartete schon die nächste Überraschung auf uns, wir sollten uns über einen breiten Bachlauf ganz im Tarzan-Stil via Liane schwingen. So schwer konnte das doch nicht sein. Als ich klein war, war ich ja ganz groß im Seilbahn fahren. Anschwung nehmen, festhalten und drauf hüpfen... Ganz einfach! Mr. Pink war als erstes dran und rutsche mitten in den Schlamm. Nein, das passierte mir nicht! Also schwang ich mich äußerst professionell blickend und elegant an der Liane über den Bach. Ich fühlte mich großartig! Und dann plötzlich -bei der Landung- verlor ich irgendwie das Gleichgewicht und landete mitten im Bachlauf -hervorragend!



Voll geschmiert mit Schlamm und nassen Füßen stand ich vor Mr. Pink. Er küsste meine mit Schlamm bespritze Stirn und lachte, "Das war wirklich elegant, nur die Landung, die musst du noch üben."




Die schwarzen Affen



Peinlich berührt ging es weiter. Und endlich bekam ich aber die seltenen schwarzen Affen zu Gesicht. Auf dem Rückweg ging es dann noch zu einem Tempel, wo es von Makaken nur so wimmelte. Und endlich sah ich auch dieses gruselige Tier namens Squirrel -ein simples, süßes Eichhörnchen. Peinlich!

Um 11Uhr landeten wir dann vollgeschwitzt und halbtot im Hotel. Der Trip war super -anstrengend. Aber er gehört zu den Dingen, die man einfach mal gemacht haben sollte!
Den nächsten Ausflug wollte aber Mr. Pink aussuchen, und ich konnte gar nicht verstehen warum ;-)...




Etwa zur Halbzeit des Trips, ein traumhafter Baum, aber wie waren viel zu fertig, um das genießen zu können!


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