Dienstag, 20. September 2011

Nach dem Sommer...

Es ist September, dann wenn der Sommer noch mit allerletzter Kraft versucht den bevorstehenden Winter hianus zu zögern, wo sich alles beginnt zu färben und die Natur ihr farbenprächtigstes Kleid trägt.
Wie ich es liebe, wenn die goldenen Blätter vom Wind heruntergeweht werden.





Ich, im Garten und Wald die letzten warmen Tage genieße, bevor uns dann doch der Frost und Nieselregen im November einholt.
Die Zeit für Waldspaziergänge, bei denen Blätter zwischen den Füßen scharren, Kastanien vom Himmel fallen und Knallerbsen die Kinder erfreuen.





Alles so bunt, so wunderschön ist - man kann sich gar nicht vorstellen, dass bald alles kahl und weiß und grau sein soll.

Ich kann für dieses wunderschöne Spektakel keine Worte finden, die das beschreiben, was ich jeden Tag sehe. Aber jemand Anderes kann das ganz wunderbar!

Im letzten Herbst habe ich dieses wunderschöne Buch gefunden, ich wollte es unbedingt im nächsten September lesen. Jetzt ist es September und weil ich so wenig Zeit habe durch die ganze Arbeit, habe ich es mir als Hörbuch besorgt. "Nach dem Sommer" von Maggie Stiefvater.

Die Art wie sie mit Worten Bilder malt, wie sie einen fort treibt in die Welt des Waldes und mit Rilkes Worten spielt -fantastisch. Ich genieße jede Minute dieses Buch zu hören, nicht wegen der Werwölfe oder dieser typischen Teenie Geschichte. Ich finde ihre Worte, ihren Schreibstil einfach faszinierend.

Wer also Zeit hat, unbedingt lesen/ anhören. Wer den Herbst liebt, wird dieses Buch ebenso lieben!







Mit meiner ganz persönlichen Herbstblume und Rilkes Worten wünsche ich Euch einen wunderschönen Herbsttag, ich werde am Samstag ein Herbstfest feiern.


Rosa Hortensie

Wer nahm das Rosa an? Wer wußte auch,
daß es sich sammelte in diesen Dolden?
Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden,
entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch.

Daß sie für solches Rosa nichts verlangen.
Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft?
Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen,
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft?

Oder vielleicht auch geben sie es preis,
damit es nie erführe vom Verblühn.
Doch unter diesem Rosa hat ein Grün
gehorcht, das jetzt verwelkt und alles weiß.



Rainer Maria Rilke



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